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Gewinnen wir noch das Double in dieser Saison?

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Dominic - Für uns ging es um 11:30 von München-Garching mit dem Auto los in Richtung Paderborn. Die Fahrt war gut und mit wenigen Zwischenfällen, die ein oder andere Vollbremsung mussten wir auf Grund des nicht vorhandenen Fahrvermögens einiger LKW Fahrer aus den Ostgebieten dennoch einlegen. Nach exakt fünf Stunden Fahrt erreichten wir pünktlich die Benteler-Arena. Der Parkplatz war noch überraschend leer und wir fanden mühelos einen Parkplatz in der Nähe der Ausfahrt. Grundsätzlich ist in Paderborn jedoch alles eher überschaubar, weshalb es auch nicht verwunderte, dass man in Grüppchen ins Stadion gelassen wurde und der ein oder andere Ordner mit den, vermutlich aus dem Zweiten Weltkrieg stammenden, Absperrungen durchaus zu kämpfen hatte. Generell waren die Ordner in Paderborn ein Lichtblick, zum einen, weil beinahe jeder fließend Deutsch sprach, zum anderen, weil sie sich offensichtlich für Fußball interessierten und sich mit den wartenden Fans über andere Gästegruppierungen unterhielten. Nach einer halben Stunde in bitterer Kälte wurden wir dann ins Stadion gelassen, wo zunächst die extrem eigentümliche und nicht minder dämliche Architektur dieses Stadions auffiel. Zugang zu den Gästeblöcken (und zu allen anderen auch) erhielt man nur über eine (!), circa 1,40 Meter breite, Treppe. Auch wenn das Stadion zu 89% aus Beton und Stahl in bester Ruhrpott-Manier bestand, waren diese Treppen aus brandschutztechnischen Gründen, gelinde gesagt, heikel. Halten wir also fest: Wenn es im Block brennt, brennen wir alle. Ein weiterer Punkt welcher zeigt, dass dieses Stadion eher für 150 als für 1500 Gästefans konzipiert ist, ist die Möglichkeit zur Nahrungsaufnahme. An ganzen vier (!) Zapfhähnen konnten sich die mitgereisten Fans mit Getränken versorgen, und die inexistente Kompetenz der 4 Abiturienten, welche mit der Anlage kämpften, taten ihr übriges für das Getränke-Armageddon. Irgendwann standen wir dann dennoch mit einem frischen Hopfen-Smoothie im Gästeblock, und das Spiel konnte kommen. Ungefähr eine halbe Stunde vor Spielbeginn wurde dann noch ein neues Lied einstudiert, das sich durchaus hören lassen kann. Zum Spiel muss, denke ich, nicht viel gesagt werden. Nach dem 1:0 wurden noch ein oder zwei Rauchtöpfe gezündet, Idee war gut, die Umsetzung eher schwach, die Dinger stanken wie Sau. Nach dem 2:0 war das Spiel gelaufen und die Kurve nutzte das, um selbst noch etwas an der Feinabstimmung einiger neuer Lieder zu arbeiten. Dennoch war die Stimmung das ganze Spiel über ausgesprochen gut und (fast) jeder hatte sichtlich Spaß. Auch der Sitzplatz-Gästeblock wurde immer wieder von der Kurve eingebunden, was zu einem runden Spielerlebnis für alle Beteiligten führte. Das Spiel wurde mit 6:0 schlussendlich souverän gewonnen und wir traten die Heimreise mit einem zufriedenen Gefühl an. Ohne Probleme und innerhalb von fünf Minuten waren wir auf der Autobahn und fuhren noch eine Stunde, um dann in Melsungen kurz nach Kassel unterzukommen. Die Erwartungen waren nicht die höchsten, und nachdem wir vor Melsungen noch geblitzt wurden war die Stimmung sowieso etwas gedämpft, was aber nicht lange anhielt, da wir umdrehten und feststellten, dass wir maximal 20€ Strafe zu befürchten haben. Der Schlüssel war hinter dem Blumentopf des Eingangs versteckt (wie originell), und nach einem 10 Minuten langen Kampf mit der Türe konnten wir dann endlich eintreten. Die Unterkunft war, nun ja, gewöhnungsbedürftig. Alles stank nach Rauch, man fühlte sich eher wie in einem Kühlhaus von Aldi als in einem Zimmer und das Bett war wohl nicht für Menschen über 75kg gemacht. Auch die Fernbedienung war nur noch zum Bieröffnen gut, weshalb wir zunächst 15 Minuten Sender durchschalten mussten, bevor wir endlich die ARD fanden und noch die letzten Minuten vom zweiten DFB-Pokalspiel bei Bier und Burger schauen konnten. Nach einer kurzen aber immerhin einigermaßen warmen Nacht machten wir uns dann gegen 07:30 wieder auf den Heimweg in Richtung München. Eine witzige Anekdote gibt es dabei noch zu erzählen. Der Müll in unserem Zimmer war bereits am überquellen, was wir bei der Abreise der Verantwortlichen (so vermuten wir zumindest) mitteilten. Die gute Dame war sehr bestürzt, und beteuerte, dass die vorherigen Bewohner den Müll wohl versteckt haben müssen, sie hätte ihn überall gesucht, nur habe sie ihn nicht gefunden. Das konnten wir dann auch nachvollziehen, wer hätte schon ahnen können, dass der Müll unter der Spüle steht, wie jeder andere Müll auch. (Ironie off). Die Fahrt nach München verlief reibungslos und um 11:00 stürzten wir beide uns wieder in den Münchner Alltag.

 

 

 

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Aussagen und Meinungen vom Autor sind als unabhängig vom FC Bayern München Fanclub Zürich zu betrachten und entsprechen nicht zwingend der offiziellen Meinung des FC Bayern München Fanclub Zürich.