Umfrage

Aus in der CL - Kopf hoch! Was liegt diese Saison noch drin?

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Dominic - Ja ist den schon wieder Finale? Nein, noch nicht ganz, dennoch ging es für unseren FC Bayern an diesem Mittwoch im Pokal nach Berlin, jedoch erst im Achtelfinale gegen die Hertha aus Berlin. Da das Spiel logischerweise erst abends stattfand, konnten Maurice und ich morgens noch arbeiten, und uns dann mit einem guten Mittagessen und einem ersten Hellen belohnen. Anschliessend ging es dann aufs Land, der Münchner Flughafen liegt ja gefühlt wirklich irgendwo in der mongolischen Steppe. Dass man sich unmöglich noch in der Zivilisation aufhalten konnte, war an so manchen Dingen auszumachen. Während uns München mit strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen verwöhnte, lag auf dem Land noch genug Schnee, um Iglus zu bauen und die Sonne war nur mit einer Menge Fantasie irgendwo am ansonsten völlig vernebelten Himmel zu erkennen. Naja, mit einem Wegbier und witzigen Gesprächen verging die Stunde im Zug dann doch relativ schnell, und wir kamen überpünktlich am Flughafen an. Passend zur Auswärtsfahrt wurde am Flughafen an der Oberfläche dann der neue Audi Etron beworben, mit einer Teststrecke, bei der man sogar super coole Hügel hoch und runterfahren konnte. Als treue FC Bayern Fans sahen wir es als unsere oberste Pflicht an, uns über das neue Produkt unseres (noch) Sponsors zu informieren und diese Strecke zu bewältigen. Doch aus irgendeinem uns nicht bekannten Grund kam keiner der gut gekleideten Herren auf uns zu und bot uns eine Probefahrt an. (Siehe Bilder) Dabei wären wir sogar bereit gewesen, ihm etwas von unserem Bier abzugeben. Naja, wir waren wohl nicht ganz die Zielgruppe dieser Werbeaktion. Wie dem auch sei, unverrichteter Dinge schlenderten wir also zu unserem Gate um endlich in den Flieger zu steigen. Da wir jedoch noch etwas Zeit hatten, und uns nach der Sicherheitskontrolle direkt ein Hofbräuhaus anlachte, konnten wir dieser Aufforderung des Schicksals nicht entsagen und bestellten uns ein Bier. Als dieses getrunken war, war immer noch weit und breit kein Flieger zu sehen. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass das besonders Besorgniserregende dabei war, dass wir mit easy-Jet, der Deutschen Bahn unter den Fluggesellschaften, fliegen sollten. Wir wussten also nicht, ob der Flieger nur Verspätung hatte, gar nicht existiert oder nur in der falschen Stadt gelandet ist, und die Tatsache, dass es auch niemand für nötig befand, zumindest den Gate-Schalter zu besetzten, trug auch nicht gerade zur allgemeinen Aufklärung der Fluggäste bei. Da Maurice und ich aber über ein ausgeprägtes Talent zur Krisenbewältigung verfügen, taten wir das einzig Richtige, blieben ruhig und bestellten uns noch ein Bier. Irgendwann im letzten Drittel unseres zweiten Bieres rollte dann tatsächlich ein easy-Jet Flieger an uns vorbei, und als dieser auch noch zu unserem Gate abbog, war der Jubel grenzenlos. Also sassen wir dann mit einer Menge anderer Leute aus der Südkurve im Flieger und hofften, dass wir pünktlich in Berlin ankommen. Das taten wir auch mehr oder weniger, und nach einer gewaltigen Busreise von circa 15 Metern vom Flieger zum Gate, wurden wir dann endlich in das Flughafengebäude entlassen, wo wir zwei andere Mitglieder trafen, die aus Zürich angereist waren.
Während die anderen noch einen Zwischenstopp im Hotel einlegten, ging es für Maurice und mich ohne Umschweife zum Stadion, da wir etwas zu spät dran waren und das Stadion bereits geöffnet haben würde, wenn wir dort ankommen. Wir bestellten uns also ein Uber und baten ihn, möglichst schnell zum Stadion zu fahren. Dieser Aufforderung kam der gute Mann nach, sodass wir uns nicht mehr fragten, wann wir ankommen, sondern ob wir überhaupt ankommen. Wir haben diesen Höllentrip tatsächlich überlebt und kamen kurz nach Stadionöffnung an. Während Maurice noch die restlichen Tickets verteilte stürmte ich los, um die Fahne noch gut positionieren zu können. Das gelang auch, und Maurice kam wenig später dazu. Somit war die erste Hürde genommen, jeder hatte seine Tickets und die Fahne hing gut. Zeit für das nächste Bier und etwas zu Essen. Wobei man diese Gummi-Hotdogs nicht wirklich als Essen bezeichnen kann, aber man hatte was zu kauen und Bier zum runterspülen war auch vorhanden. Wir trafen dann noch einige bekannte Gesichter, mit denen wir uns austauschten und die Zeit bis zum Anpfiff vertrieben. Leider zeichnete sich im Block das gleiche Bild wie fast immer ab, es waren extrem viele Betrunkene unterwegs, die kaum ein Lied mitsingen konnten, aber sich aufführten als ob sie schon seit 20 Jahren zu jedem Spiel fahren. Dennoch war die Stimmung im Block aus meiner Sicht nicht schlecht, auch nach dem frühen 0:1 ging eher ein Ruck durch Fans und Mannschaft, was sich mit dem postwendenden Ausgleich belohnte. Mit einem 1:1 ging es in die Halbzeit, die Bayern hatten die Hertha im Griff, und auch auf den Rängen war kaum etwas von den Berlinern zu hören. Nachdem Gnabry mit seinem zweiten Treffer früh in der zweiten Hälfte auf 2:1 erhöhte, flachte die Stimmung im Block danach relativ schnell ab, was mich persönlich verwunderte, da wir in dieser Phase relativ souverän spielten. Besser wurde es erst wieder nach dem himmelschreiend ungerechten 2:2 der Berliner, wobei das eigentlich schon eher ein Eigentor war, so wie der Hummels die Berliner da einlädt. Auf jeden Fall merkten wir, dass die Mannschaft uns brauchte, weswegen wir noch mal richtig Stimmung machten und unsere Mannschaft nach vorne peitschten, um einer Verlängerung noch zu entgehen. Leider fiel der erlösende Treffer dann doch erst in der Verlängerung durch Coman, dennoch war die Erleichterung riesig. Es brannte auch nichts mehr an und die Bayern zogen verdient in die nächste Runde ein. Zur Stimmung im Block lässt sich eigentlich Positives sagen. Es gab zwar einige Durchhänger, bei denen wirklich Stille herrschte, aber ansonsten war die Auswahl der Lieder und auch die Lautstärke absolut in Ordnung. Gerade die wiederholte Miteinbeziehung des Oberrangs durch Wechselgesänge zeigte den Berlinern deutlich, wer hier das Sagen hat. Hier regiert der FCB! Nachdem wir die Spieler verdientermassen noch etwas gefeiert haben, trafen wir dann die anderen beiden Mitglieder wieder draussen vor dem Stadion.
Da der Flieger von Maurice und mir bereits um 06:00 wieder abflog, hatten wir gar nicht erst eine Unterkunft gebucht und wollten die Nacht durchmachen. Somit fuhren wir mit den anderen ins Hotel in der Hoffnung, die Hotelbar hätte noch offen. Das war leider nicht der Fall, aber alles kein Problem, das Hotel hatte neben der Rezeption noch zwei Kühlschränke voll Bier, womit unser Abend beziehungsweise unsere Nacht gerettet war. Und das Bier schmeckte wirklich viel zu gut. So begann es also, dass wir uns an einem Tisch in der Hotellobby niederliessen und ein Bierchen tranken. Die zweite Runde folgte zügig und so ging das dann weiter, bis ich feststellte, dass der Kühlschrank fast leer war und Maurice mich darauf hinwies, dass unser Gate in 50min schliesst. Wie schnell die Zeit doch vergeht, wenn man was zu Trinken hat und gute Leute dabei sind, mit denen man anstossen kann. Es war auf jeden Fall Eile geboten, wir bestellten uns ein Uber und fuhren erheitert und etwas benebelt zum Flughafen. Dort angekommen überfiel uns auf einmal ein Hunger von einem anderen Stern, weswegen wir noch schnell einen Fressstand aufsuchten, um uns ein Sandwich für den Flug zu holen. Bei easy-Jet muss man ja froh sein, dass man für das Benutzen der Toiletten nichts bezahlen muss. Ich schaffte es dann beinahe doch nicht auf den Flieger, weil ein junger Herr förmlich darum bettelte, sich eine Watschn abzuholen. Doch der Reihe nach: Wir standen in der Schlange dieses Standes, und der Typ vor uns liess seinen Koffer stehen. Ich tippte ihm also auf die Schultern und fragte ihn, ob er denn seinen Koffer noch brauche. Man könnte sich natürlich wie jeder anständige Mensch bedanken, oder man macht es wie der Typ und hält mir einen Vortrag über Anstand, und dass ich gefälligst nicht so frech sein solle. Zu unser beidem Glück war Maurice zur Stelle und schritt in der Manier eines wahren Friedenshüters ein, sodass der junge Herr mit einem blauen Auge davon kam (nicht wortwörtlich) und ich doch noch auf den Flug konnte. Vom Flug selber habe ich so gut wie nichts mitbekommen, da ich vor dem Start einschlief und erst nach der Landung wieder aufwachte, was zu einer kurzen aber massiven Orientierungslosigkeit meinerseits führte. Der Rest ist schnell erzählt, aussteigen, ab in die S-Bahn, eine Stunde durch das bayrische Land fahren und wohlbehalten in München ankommen. Somit nahm eine geniale Auswärtsfahrt ihr Ende. Es hat alles mit den Tickets geklappt, die Fahne hing gut, die Stimmung war auch gut, und der Abend erst recht. Fussball mit den richtigen Leuten ist einfach etwas Herrliches. Ich freue mich schon auf die nächste Reise nach Berlin im Mai. Immer vorwärts FCB!

 

 

 

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Aussagen und Meinungen vom Autor sind als unabhängig vom FC Bayern München Fanclub Zürich zu betrachten und entsprechen nicht zwingend der offiziellen Meinung des FC Bayern München Fanclub Zürich.