- DFL Bundesliga
Los ging’s an einem Sonntag. In Wolfsburg. Geil! Aber schon etwas ungewohnt, die Saison nicht an einem Freitagabend zu starten – aber na ja, nächste Saison dann wieder. Nach einem Heimspiel, natürlich auch am Sonntagabend, durften wir gleich noch zweimal in den hohen Norden. Kiel und Bremen warteten.
Ticketmässig war Kiel eine absolute Katastrophe. Stadt und Escape Room dafür ganz okay. In Bremen gab es zwar genug Karten – also eigentlich. Schlussendlich habe ich dann rund sechs Stück gekauft, um reinzukommen. Das reinste Chaos. Aber gut, die Saison war noch jung und man musste sich erst einarbeiten. Jedenfalls gab’s im Norden drei Siege in drei Spielen – das war auch schon mal anders. Das Topspiel gegen Leverkusen konnte leider nicht gewonnen werden, aber egal – die Saison ist noch lang. Dank Verkehrschaos rund ums Stadion habe ich in Frankfurt fast den Anpfiff verpasst. Danach folgten ein paar lockere Siege ohne grosse Highlights, auch wenn Auswärtsfahrten natürlich immer ihren Reiz haben. Im November durften wir dann wieder mal gen Norden fahren. Es ging gegen den Hamburger Stadtteilverein. Das Stadion? Na ja, passt halt zu denen – nicht zwingend mein Fall. Dafür gab’s einen lustigen und feuchtfröhlichen Abend. Die meisten hatten noch wochenlang etwas davon. Ende November dann das Spiel in Dortmund. Das Stadion wird auch nicht unbedingt schöner und ist – zusammen mit der Stimmung – wohl das am meisten überschätzte in Fussball-Deutschland. Zumindest für mich persönlich. Trotzdem war es eine tolle Reise, inklusive KSC – HSV auf der Rückfahrt. Auch wenn es saumässig kalt war. Das Heimspiel gegen Heidenheim war dieses Jahr etwas spezieller: Dort wurde nämlich die neue Hymne des FC Bayern eingesungen. Wenn man genau hinhört, kann man uns sogar hören – wie wir nachtigallsgleich die Töne treffen. Natürlich beteiligte sich der BFC Zürich auch finanziell ein wenig an diesem Projekt. Von Fans – für Fans. So muss das sein! Am letzten Spieltag gab’s noch eine Machtdemonstration gegen Leipzig – und es bleibt festzuhalten: PRO 15:30! Wir hatten genau fünf Spiele am Samstag um 15:30 Uhr. Das kann’s einfach nicht sein. Weiter ging’s dann im neuen Jahr – natürlich um 18:30 Uhr – gegen Mönchengladbach. Immerhin: mal wieder bei denen gewonnen. Es folgten ein paar knappe Siege, ein Unentschieden in Leverkusen und eine Niederlage in Bochum. In Leverkusen scheinen sie inzwischen nicht mehr verlieren zu können – ausser die Nerven. Komische Leute übrigens, die man dort auf gewissen Parkplätzen trifft. So lief die Saison eigentlich ganz entspannt – vor allem, weil Leverkusen immer mal wieder patzte und nicht mehr vom «Bayer-Dusel» profitieren konnte. Der 9er um 4 Uhr morgens nach Leipzig war sicher auch ein Highlight. Die Stadt geht eigentlich noch, nur die Bewohner sind etwas schräg drauf. Kurz vor Schluss dachte man schon, man sei Meister – kam dann halt etwas anders. Also zumindest theoretisch hätte uns Leverkusen noch überholen können. Aber dank dem 3:3 war der Titel zu 99,9 % fix – und: schon wieder Deutscher Meister, FCB! Die Rückfahrt hatte etwas von der «Poseidon» aus dem Europapark. Dafür war Bayreuth umso schöner – und das Essen wie immer top. Eine Woche später folgte dann noch das Saisonhighlight: Heimspiel gegen Mönchengladbach mit 61 Fans im Doppelstöcker. Unterwegs gab’s ein Quiz, ein Tippspiel und Mittagessen im Kloster. Alles in allem ein gelungener Tag – danke an alle Beteiligten! Zu guter Letzt kam noch Hoffenheim. Leider waren die schon gerettet – wäre noch cool gewesen, die in die 2. Liga zu schiessen. Wie auch immer: Die Saison endete, wie sie begonnen hatte – mit einem Auswärtssieg...
- DFB-Pokal
In der ersten Runde ging’s zu den Spatzen nach Ulm: kurze Anreise, cooles Stadion, Tickets wie Sand am Meer und ein Flutlichtspiel an einem lauen Sommerabend – was will man mehr?! Das Spiel war relativ einseitig – darf man auch erwarten. Die Choreo und Pyroshow konnten sich ebenfalls sehen lassen. Rundum ein gelungener Ausflug. In der zweiten Runde wartete dann der FSV aus Mainz auf uns. Auch da war’s eine angenehme Anreise – trotz Kapriolen vom Navi. Zweite Runde, der zweite 4:0-Sieg. Ging ganz gut los.
In der dritten Runde hatten wir es dann mit einem anderen 04 zu tun: Bayer 04 Leverkusen. Gut gespielt, aber der Neuer hat halt seine besten Jahre auch hinter sich. Wie auch immer – echt schade, gegen diese Holzhackertruppe rauszufliegen. Damit wieder mal Endstation noch vor Weihnachten.
Berlin, Berlin – wir fahren nie mehr nach Berlin.
- International
Alle waren gespannt, wie sich das neue System der Champions League bewährt. Wirklich überzeugt bin ich nicht – zu viele Sinnlosspiele, und grundsätzlich einfach nochmals mehr Partien. Irgendwann ist man einfach übersättigt. Die Auslosung bescherte uns ein paar spannende Gegner, Städte und Grounds. Gut, Zagreb war jetzt eher ein Witz. Wie kann man in der Champions League mit 2:9 untergehen? Was soll's – gut für uns. Danach ging’s in die Metropole Birmingham. Mein Gott, ist das eine Dreckstadt. Die Anreise war entweder komplizierter als sonst oder einfach teurer. Einige flogen via Amsterdam, andere direkt, und wieder andere nahmen den Mietwagen von London aus. Leider wurden wir da beschissen und bekamen einen fahrenden Toaster. Immerhin verpassten so zwei Drittel vom Vorstand ein feines Essen – dafür sah man noch ein bisschen mehr von Birmingham. Vor allem besetzte Ladestationen. Das Stadion machte dann wieder einiges wett – nicht schlecht, das Teil. Leider waren wir bei Auswärtsspielen diese Saison teilweise richtig schwach. So gab’s auch dort eine Niederlage und Schmähgesänge von den Inselbewohnern. Barcelona auswärts im Olympiastadion – gibt Schlimmeres. Zum Beispiel eine 1:4-Niederlage da oben auf dem Berg. Dafür war die Anreise entspannt, und wie es sich gehört, durfte der Präsident auf dem Boden des Flughafens schlafen. Lissabon und Paris zu Hause eher unspektakulär – sechs weitere Punkte wurden eingefahren. Danach Donetsk auswärts, komischerweise nicht in Donetsk. Aber Gelsenkirchen steht da optisch in nichts nach. Immerhin ein „Auswärtssieg“ – auch wenn wir ticketpreismässig von allen (inkl. eigenem Verein) fast schon betrogen wurden. Aber das ist eine andere Geschichte.
Rotterdam war dann auch wieder etwas mühsam zu erreichen. Also alles Jammern auf hohem Niveau – machbar war’s natürlich. Aber Direktflüge zum Spielort sind halt schon was anderes. So ging’s via Amsterdam oder Düsseldorf nach Rotterdam. Die Stadionmusik von denen läuft bei uns sonst an der Street Parade – mal was anderes. Leider gab’s aber eine ziemliche Klatsche. Richtig peinlich, gerade gegen die. Zu guter Letzt wurde zu Hause Bratislava geschlagen. Reichte dann halt doch nicht, um ohne zusätzliche Spiele weiterzukommen. Dafür durften wir wieder mal nach Schottland – via Genf. Freude herrschte. War dann doch knapper als erwartet, aber dank Auswärtssieg und Remis zu Hause war man schliesslich im Achtelfinale. Dort wurde Leverkusen regelrecht demontiert. Wurde auch wieder mal Zeit – ist den Pillendrehern eh schon alles zu Kopf gestiegen. Viertelfinale gegen Inter Mailand: Top-Los! Vor allem machbar – deren Torwart ist zu klein und kann nix. Oder halt irgendwie doch nicht. Wie auch immer – Endstation Mailand. Schade, da wäre mehr drin gewesen. Vor allem einem Thomas Müller hätte ich ein zweites „Finale dahoam“ gegönnt. Aber mit der Defensive hat man europäisch nicht viel zu melden.
Fahren wir halt nächste Saison mit dem Zug nach Budapest.
- Diverses
Der BFC Zürich wollte sich natürlich – wie bei der Gerd-Müller-Statue – auch dieses Mal an der Franz-Beckenbauer-Statue beteiligen. Dank Tombola, Spendenaufrufen, Versteigerungen etc. kamen wir auf die sagenhafte Summe von knapp 2'600.–, welche der BFCZ gerne aufrundete. So konnten wir beim Heimspiel gegen Mönchengladbach einen Scheck über 3'000 EUR überreichen. Herzlichen Dank an alle, die sich an den diversen Aktionen beteiligt haben!
Anfangs Jahr gab es noch neue Fanartikel. Um zu verhindern, dass wir zu viele Artikel bestellen, machen wir dies seit Längerem mit Vorbestellung. Das dauert zwar etwas länger, aber dafür bleiben wir nicht auf Fanartikeln sitzen, die wir dann irgendwann entsorgen müssten. Es wäre schön, wenn sich künftig etwas mehr Mitglieder daran beteiligen würden. Immerhin unterstützt man damit den Fanclub – und man kann mit Stolz im Stadion zeigen, zu wem man gehört.
Das Neujahrsessen war auch wieder ein gelungener Anlass. Es dürften aber gerne auch mal etwas mehr Leute kommen. Solche Anlässe sind doch perfekt, um sich gegenseitig besser kennenzulernen.
Dann möchte ich mich an dieser Stelle noch bei meinen Vorstands- und Supportteamkollegen bedanken. Ohne euren Einsatz wäre der Aufwand nicht zu bewältigen. Das wird leider oft vergessen – vor allem, weil alle von uns auch noch ein anderes Hobby haben: eine 100%-Arbeitsstelle. Danke auch an alle, die an der 125-Jahr-Feier, der «15 Jahre MRP»-Party, der Grillübergabe etc. dabei waren – und danke für den Länderpunkt im Escape Room.
Zu guter Letzt: Natürlich war auch in dieser Saison bei jedem Spiel ein Mitglied des BFC Zürich live im Stadion!
- Besuchte Spiele
Alle möglichen Pflichtspiele des FC Bayern München
